mond 500Der Mond beobachtet über viele Jahre einen Menschen, der oft komische Punkte und Striche aufs Papier malt. Da kommt ein mächtiger Sturm und sagt mit grollender Stimme: „Das ist Beethoven!“ Der Mond schiebt die dicke Sturmwolke beiseite und erwidert: „Wenn du Beethoven so gut kennst, dann verrate mir: Pathétique... oder Frühlingssonate? Welche Musik passt besser zu ihm?“ Der Sturm weiß keine Antwort. Grollend verzieht er sich. Der Mond sieht wieder klar und hört sein Lied: die Mondscheinsonate.

Die Erinnerung erwacht. Der weiße Himmelskörper erzählt von einer „Romanze“, die allerdings nicht „Für Elise“ war. Wer ist nun Beethovens „unsterblich Geliebte“? Nur der Mond weiß es. Aber bei soviel Romantik kann der Zuhörer schon leicht den Überblick verlieren. Das Violinkonzert schafft wieder Ordnung.

Plötzlich klopft das Schicksal an die Tür. Die fünfte Symphonie steht ins Haus. Auch der Sturm ist wieder da! Doch was macht der Mond? Er pustet ihn weg. Beethoven wird gefeiert, ist aber fast schon taub. Bei der „Neunten“ hört er gar nichts mehr. Der Mond singt leise: „Ode an die Freud´“ Er strahlt noch mal auf und gähnt: „Das Erzählen macht müde. Ich sag´ Adieu!“ Die Sonne geht auf. (Programmdauer variabel: 35/ 50 min)